Erfahrungsbericht einer Vor-Ort-Begehung durch die AHPGS

von Lukas Ohrnberger, Bremen

Vorbereitung

Die Bitte, an der Akkreditierung des Bachelor-Studiengangs Pflege mitzuwirken, kam fünf Wochen vor dem Termin. Neben einem Anruf, in dem mir das Verfahren erklärt wurde, stellte mir die beauftragte Akkreditierungsagentur für Heilpädagogik, Gesundheit, Pflege und Soziale Arbeit (AHPGS) auch Fragen zu meiner Anreise (sollen die Fahrkarten zugesandt werden) oder zur Bereitstellung der Unterlagen (via Post oder Internet). Diese Betreuung ging soweit, dass man mich nochmals anrief, um zu fragen, ob ich alle Unterlagen erhalten hätte. Zu den gut sortierten Unterlagen gehörten nicht nur die Antragsunterlagen, sondern auch die Richtlinien, die es bei einer Begutachtung zu beachten gilt. Zusätzlich gab es auch das Angebot, bestimmte Gesetze zugesandt zu bekommen - bei einer anderen Akkreditierung sandte mir die AHPGS sogar Bücher zu, aus denen bestimmte Aspekte des zu akkreditierenden Studienganges hervorgingen.

Vortreffen der Gutachter

Am Vorabend der Akkreditierung traf sich das gesamte Vor-Ort-Begutachtungs-Team in einem guten Hotel. Dort, begrüßt durch den Leiter der Geschäftsstelle und den geschäftsführenden Vorsitzenden der AHPGS, wurden zu einer Mahlzeit die grundlegenden Fragen des Studienganges diskutiert. Die persönliche Betreuung der AHPGS stellte dabei auch sicher, dass die Diskussion nicht zu sehr von Grundsatzfragen bestimmt wurde. Nach dem Essen besprachen wir Einzelfragen und das Vorgehen am nächsten Tag.

Begehung der Hochschule

Der nächste Morgen begann mit einem ge-meinsamen Frühstück. An der Hochschule wurden wir dann vom Präsidenten empfangen, der uns erklärte, wie der Studiengang Pflege in das Gesamtkonzept der Hochschule passt. Dann wurden wir zur Dekanin des Fachbereiches Gesundheit und Pflege geführt. Diese war auch die Entwicklerin des Studienganges und erläuterte uns in allen Einzelheiten den Studienverlauf. Nicht nur die generellen Fragen zum Studiengang, sondern auch viele Details wurden geklärt. Nach einer kurzen Pause in der wir unsere Gedanken austauschten, kam eine Gruppe StudierendeR.

Beim Auswahlverfahren dieser Studierenden wurde, wie auch bei der AHPGS, sehr auf Transparenz und Ehrlichkeit geachtet. So waren nicht einige vorbereitete Studierende zu uns geschickt worden, sondern VertreterInnen aus jedem Jahr des Vorgängerstudiengangs sowie einige AbsolventInnen. Hinzu kam, dass neben den KurssprecherInnen auch die FachbereichssprecherInnen dabei waren. So entstand eine ungezwungene Atmosphäre, in der wir ein sehr informatives Gespräch hatten.

Nach der Mittagspause, bei der übrigens nochmals die Möglichkeit bestand, mit den Studierenden und anderen Beteiligten zu sprechen, wurde uns die Hochschule (Bibliothek, Computer etc.) gezeigt.

Am Ende, als all unsere Fragen beantwortet waren, wurden durch das gesamte Vor-Ort-Begutachtungs-Team die Grundlagen zum späteren Gutachten formuliert und der Hochschule bzw. den Programmverantwortlichen eine (positive) Rückmeldung gegeben.

Das Gutachten wurde dann im Nachgang unter den Gutachtern per Email abgestimmt. Erst nachdem alle Forderungen, Änderungswünsche jeder einzelnen Person des Teams diskutiert wurden, nahm die AHPGS dies Gutachten entgegen und leitete dieses zur Beschlussfassung an die Akkreditierungskommission weiter.

Zusammengefasst waren es interessante Erfahrungen und Begegnungen. Vorteilhaft empfand ich, dass es keine inhaltlichen Richtlinien gab, sondern das Wissen des Teams als Grundlage der Beurteilung genommen wurde. Und durch die gute Betreuung der AHPGS war die anfallende Arbeit problemlos zu erledigen.