Bericht zur 75. Sitzung des Akkreditierungsrats

Auf der konstituierenden Sitzung des Akkreditierungsrates wurde ein neuer Vorstand gewählt. Prof. Grimm wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Die neue stellv. Vorsitzende von Seiten der Länder ist Frau Schwanitz (BaWü). Die Mitglieder des Akkreditierungsrates sind zu ca. 50% neu besetzt. Darunter wir beiden neuen StudierendenvertreterInnen. Eine aktuelle Auflistung aller Mitglieder und deren Kurzvita finden sich auf den Seiten des Akkreditierungsrates.

Zur mittelfristigen Strategie des Rates für die nächsten Jahre fand kaum Diskussion statt. Der Rat einigte sich darauf eine Arbeitsgruppe, bestehend aus allen Gruppen, einzurichten, die für die nächste Sitzung eine Diskusionsgrundlage erstellt. Dabei wird neben der Reaktion auf das VG-Urteil und die ENQA-Evaluation, die Weiterentwicklung der Modelle Programm- und Systemakkreditierung im Mittelpunkt stehen.

Der Schwerpunkt der Sitzung war die externe Evaluation des Rates durch das GutachterInnenteam von ENQA. Die GutachterInnen haben überwiegend Fragen zum Verständnis des deutschen mehrstufigen Systems und zur Ausrichtung des Akkreditierungssystems gestellt, die den Rat politisch weiterbringen sollen. Das Endgültige Gutachten wird im September erwartet.

Der Rat hat eine neue Agentur für die Programm- und Systemakkreditierung in Deutschland akkreditiert: AQ Austria. Diese wird AQA ablösen.

Dem Rat lag eine Beschwerde einer Hochschule vor. Diese hat im anlassbezogenen Beschwerdeverfahren nach Erfüllung der Auflagen eine weitere Auflage vom Vorstand des Rates bekommen. Die Beschwerdekomission votierte für eine Aufrechterhaltung der Auflage. Der Rat schloss sich mehrheitlich dieser Auffassung an. Inhaltlich war die Auflage zur Studierbarkeit unstrittig. Die Hochschule hat im Falle der Aufrechterhaltung bereits den Klageweg angekündigt und man muss nun die verwaltungsrechtliche Bewertung des Gerichtes abwarten.

Der Rat hat desweiteren Hinweise zur Auslegung einiger KMK-Richtlinien verabschiedet. Hier wird zum Beispiel erläutert, dass nicht immer 5 Credits pro Modul eingehalten werden müssen, sondern eine niedrige Prüfungsbelastung das Ziel dieser Richtlinie ist. Die „in der Regel“ und „kann“ Passagen in den Richtlinien werden zu häufig von Agenturen und Hochschulen nicht zu Gunsten der Studiengänge ausgelegt. Dieses Dokument lassen wir euch noch zeitnah zukommen.

In einer aktuellen Debatte zwischen KMK, Amtschefkonferenz und Rat zu unterschiedlichen Regelstudienzeiten, bittet der Rat nun die KMK, ihren Willen noch etwas deutlicher auszudrücken. Isabella wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Rat und KMK sich nicht ausschließlich um BAföG-konforme Ausnahmen in Studiengängen bemühen sollen, sondern die KMK bezüglich der Loslösung des BAföG von der Regelstudienzeit auf eine Novelierung des BAföG hinwirken sollte.

Desweiteren wurden die internen Arbeitsgruppen neu besetzt und der Qualitätsbericht sowie der Tätigkeitsbericht 2012 verabschiedet. Die Ergebnisse sind in den kommenden Tagen auf der Homepage des Rates einsehbar (Service – Veröffentlichungen).

Bericht zur 74. Sitzung des Akkreditierungsrats

Nach einer kurzen Evaluation wurde die Umgestaltung der Systemakkreditierung abschließend behandelt. Wesentlich ist dabei die Umgestaltung der Stichproben. Von nun können die GutachterInnen selber die Anzahl und die Art der Stichproben festlegen. Die Unterscheidung von Merkmals- und Programmstichproben entfällt dabei. Die Halbzeitprobe wurde nicht vollständig abgeschafft, sondern in eine  Selbst-Zwischenevaluation der Hochschule gegenüber der Agentur umgewandelt. Diese findet ausschließlich nach der ersten Systemakkreditierung statt.

Die GutachterInnen für AHPGS und AKAST wurden bestimmt. Diese GutachterInnen-Gruppen werden in den kommenden Monaten die beiden Agenturen prüfen und dem Akkreditierungsrat hierzu einen Bericht vorlegen.

Der Haushaltsplan 2014 für den Akkreditierungsrat wurde abgestimmt.

Die geänderten Richtlinien und die Begründung zu den Änderungen findet ihr hier: www.akkreditierungsrat.de