Gutachter*innen

Gutachter*innen haben die Aufgabe in einem Verfahren der Programmakkreditierung ein Votum zur Qualität eines Studienganges abzugeben.

Zur Beurteilung der Qualität hat der Akkreditierungsrat Kriterien formuliert, an denen die Qualität des Studiengangs durch die Gutachter*innen gemessen wird. Diese Regeln beschreiben dabei das Minimum, welches eine Hochschule leisten muss. Die Kriterien sind vergleichsweise offen formuliert, um auf alle denkbaren Studiengänge zu passen. Die Gutachter*innen sollen aus ihrer eigenen Gruppenperspektive (Lehrende, Studierende, Berufspraxis) beurteilen und begründen, ob der Studiengang die Kriterien des Akkreditierungsrates erfüllt.

Ein Verfahren beginnt immer schon zuhause. Man bekommt Unterlagen von der Agentur zugeschickt. Neben einigen Dokumenten der Akkreditierungsagentur ist vor allem der Selbstbericht der Hochschule enthalten. Diesen gilt es sorgfältig vor der Begehung zu lesen.

Leitfragen sind hierbei:

  • Verstehe ich den Aufbau des Studienganges aus der Beschreibung der Hochschule?
  • Entspricht der Studiengang den formalen Vorgaben?
  • Sind die Aspekte (Fächer, Ausstattung,…) im Studiengang enthalten, die ich unter dem Studiengang erwarte?
  • Sind die Unterlagen plausibel und stimmig (z.B. Antragstext und Prüfungsordnung)?

In einigen Fällen muss man auch eine kurze Beurteilung der Unterlagen vorab an die Agentur schicken. Je nach Agentur wird diese dann auch den anderen Gutachter*innen vorab zur Verfügung gestellt.

Danach geht es zu einem Vor-Ort-Besuch der Hochschule. Hier kann man Fragen stellen, die sich aus der Lektüre des Selbstberichts ergeben haben. Als Gesprächspartner*innen stehen vor Ort die Hochschulleitung, die Lehrenden des Studienganges und Studierende des Studienganges zur Verfügung.

Außerdem kann man sich die Gegebenheiten vor Ort ansehen – je nach Studiengang trifft dies auf Bibliotheken, Labore, Arbeitsräume, gestellte Materialien oder andere Dinge zu.

Abschließend diskutiert die Gutachter*innengruppe ihre Eindrücke. Vor dem Hintergrund des Selbst-Berichtes und des Vor-Ort-Besuches beurteilt die Gruppe, ob den Kriterien des Rates gerecht geworden ist. Dieses Urteil begründet die Gruppe in einem schriftlichen Bericht.

Die endgültige Entscheidung liegt nicht bei der Gruppe der Gutachter*innen, ihr Votum hat aber den größten Einfluss auf die entscheidende Kommission.