Was ist Akkreditierung?

Die Akkreditierung ist (kurz gefasst) eine externe und wiederkehrende Überprüfung von Studiengängen nach einheitlichen und übergeordneten Aspekten unter Beteiligung externer Interessenvertretungen.

In der aktuellen Ausprägung gibt es die Programm- und die Systemakkreditierung. Bei ersterer wird ein einzelnes Studienprogramm oder eine Gruppen von verwandten Studienprogrammen, bei zweiterer das interne Qualitätsmanagementsystem einer Hochschule geprüft.

Verfahrensarten der Akkreditierung                                  (Quelle: Alexander Buchheister)

Das Akkreditierungssystem ist dezentral organisiert. Höchste Instanz im Akkreditierungswesen ist der Akkreditierungsrat. Dieser besteht im wesentlichen aus einer Geschäftsstelle sowie 18 Mitgliedern und akkreditiert seinerseits selbständige Agenturen, die daraufhin wiederum die über 15.000 Studienprogramme und über 400 Hochschulen akkreditieren können.

 

Schematischer Aufbau des deutschen Akkreditierungssystems (Quelle: Alexander Buchheister)

In der praktischen Umsetzung werden Studiengänge und Hochschulen bezüglich der Einhaltung bestimmter Vorgaben sowie der Qualität der Studiengangsdurchführung beurteilt. Mithilfe einer entsprechenden Selbstdokumentation und einem Vor-Ort-Besuch (Audit) wird dies überprüft und bewertet und es werden konkrete Vorschläge zur Verbesserung gegeben.
Konkret zur Anwendung kommen dabei die vom Akkreditierungsrat beschlossenen Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung sowie die von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossenen Ländergemeinsamen Strukturvorgaben. Die Akkreditierung ersetzt (in manchen Bundesländern) das ministerielle Genehmigungsverfahren.

Wichtige Prüfaspekte

  • Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung (Akkreditierungsrat)
    • Qualifikationsziele des Studiengangskonzeptes
    • Konzeptionelle Einordnung des Studiengangs in das Studiensystem
    • Studiengangskonzept
    • Studierbarkeit
    • Prüfungssystem
    • Studiengangsbezogene Kooperationen
    • Ausstattung
    • Transparenz und Dokumentation
    • Qualitätssicherung und Weiterentwicklung
    • Studiengänge mit besonderem Profilanspruch
    • Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit
  • Ländergemeinsamen Strukturvorgaben (KMK)
    • Gestuftes Studiengangssystem
    • ECTS
    • Zugang
    • Struktur
    • Modularisierung
  • Weitere relevante Dokumente hierbei sind:
    • Auslegungshinweise zu den LGS für die Akkreditierung von BA/MA-Studiengängen
    • Gegebenenfalls: Landesspezifische Strukturvorgaben
    • Rahmenvorgaben für die Einführung von Leistungspunktsystemen und die Modularisierung von Studiengängen
    • Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area (ESG)
    • Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse

Erfahrungsberichte zum konkreten Verfahrensablauf sind zukünftig im internen Bereich zu finden.